Veränderung in Organisationen fühlt sich oft an wie eine Busfahrt ins Ungewisse: Es ist klar, dass es irgendwohin geht – unklar bleibt, wie sich der Weg anfühlen wird. In dieser Geschichte stehen Alex und seine Zwillingsschwester Alena im Zentrum. Ihr Start mit NovaHorizont macht sichtbar, was geschieht, wenn Veränderung nicht nur geplant, sondern mit den Menschen zusammen gestaltet wird.
Der Bus ist voller ernster Gesichter
Alex sitzt im Bus, den Blick aus dem Fenster gerichtet, während die Stadt in grauen Streifen an ihm vorbeizieht. Überall um ihn herum diese Schwere: Menschen, die in die Leere starren, Kiefer angespannt, Schultern hochgezogen; andere, die mit starrem Blick im Licht ihrer Handybildschirme versinken, als gäbe es ausserhalb davon nichts mehr.
Er beobachtet das, nimmt diese Stimmung in sich auf – bevor er merkt, wie auch seine eigenen Gedanken beginnen, wegzudriften. Das Meeting mit Ben Aris steht an. Was wird dort auf ihn zukommen? Auf ihn – und auf Alena, seine Zwillingsschwester.
Eine Mischung aus Anspannung und leiser Neugier breitet sich in seiner Brust aus. Gleich wird er in einen Raum treten, in dem Alena und Ben Aris schon auf ihn warten. Noch ist nicht absehbar, dass dieses Treffen mehr verändern wird als nur den Plan für die nächsten Wochen.
Kindheitserinnerung auf dem Weg zu NovaHorizont
Alex steigt aus dem Bus, die kühle Luft empfängt ihn, und die wenigen Schritte zu NovaHorizont scheinen plötzlich länger, als sie sind. In seinem Kopf taucht ein Bild aus der Kindheit auf: Er, kleiner Junge, unsicher auf dem Velo, die Hände feucht vor Konzentration.

Alena konnte das schon lange. Sie steht hinter ihm, hält den Sattel fest, und allein ihr Griff gibt ihm Halt. Er fährt, sie hält – Schritt für Schritt, Meter um Meter. Dann dieser Moment: Der Wind im Gesicht, ihr Lachen im Rücken, ein kurzer Blick zur Seite – und die Erkenntnis, dass Alenas Hand gar nicht mehr am Velo ist. Sie hat losgelassen. Und er fährt weiter. Dieses Gefühl von damals – getragen und gleichzeitig frei – breitet sich in ihm aus, während er die Strasse entlanggeht. Alena gibt ihm bis heute Sicherheit. Es wirkt selbstverständlich und ist doch besonders, dass sie bei diesem Meeting mit Ben Aris an seiner Seite sein wird.
Ankunft bei NovaHorizont
Alex tritt über die Schwelle von NovaHorizont und spürt, wie sich die Geräusche des Flurs hinter der Glastür dämpfen. Mit einem leisen Klicken schliesst sie sich hinter ihm, und für einen Moment atmet er tief durch, bevor er den Meetingraum betritt.
Im Raum löst sich ein Teil seiner Anspannung: Ben Aris kommt ihm mit einem freundlichen Lächeln entgegen, seine Präsenz ruhig, offen, einladend. „Ich bin Ben, Ben Aris“, sagt er, während er Alex die Hand reicht. „Sagen wir du.“
Alena steht auf, ihre Augen leuchten kurz auf, als sie ihn sieht, und sie zieht ihn in eine feste, vertraute Umarmung. Wenig später sitzen sie zu dritt am Tisch. Notizbücher, Wasser, ein kurzer Moment der Stille, in dem alle ankommen. Alex spürt Alena an seiner Seite und den wachen Blick von Ben ihm gegenübersitzen. Es kann losgehen.
Worauf es bei Veränderungen wirklich ankommt
Ben lehnt sich leicht nach vorne, legt die Hände offen auf dem Tisch ab und schaut die beiden der Reihe nach an.
„Was ihr jetzt nicht von mir hören werdet, sind Sprüche wie: ‚Nichts ist so konstant wie die Veränderung‘“, beginnt er ruhig. „Das hilft niemandem. Solche Sätze klingen vielleicht klug, aber sie bringen uns nicht weiter.“
Er macht eine kurze Pause, als würde er dem Raum bewusst Zeit geben, diesen Satz zu verdauen. „NovaHorizont will sich verändern – ja. Aber wir wollen die Menschen auf diesem Weg wirklich mitnehmen. Das hier sind keine leeren Worte, nicht das übliche Change-Buzzword-Bingo, wie ich es in anderen Unternehmen viel zu oft erlebt habe.“
Sein Blick wird fokussierter, gleichzeitig bleibt etwas Warmes darin. „Ich bin als externer Berater genau dafür hier: dafür zu sorgen, dass dieser Punkt – die Menschen mitzunehmen – tatsächlich eingelöst wird.“
Er lässt den Blick von Alena zu Alex wandern. „Und genau dabei sollt ihr eine ganz besondere Rolle spielen. Ihr beide werdet entscheidend dafür sein, ob aus dieser Veränderung eine Geschichte wird, in der sich die Menschen wiederfinden können.“
Im nächsten Teil der Serie rückt die Frage in den Mittelpunkt, welche Rolle Alex und Alena in diesem Veränderungsprozess tatsächlich einnehmen.
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