Heldengeschichten begleiten mich seit meiner Kindheit. Sie öffnen einen inneren Raum: Wir sehen Menschen, die aufbrechen, obwohl sie Angst haben, die ihre Wohlfühlzone verlassen und sich mit Kräften auseinandersetzen, die grösser sind als sie selbst. Sie zeigen, dass das Dunkle, Bedrohliche, das „Böse“ nicht nur Angst macht, sondern auch überwunden, integriert oder zumindest neu verstanden werden kann.
Ein moderner Mythos: Herr der Ringe
In modernen Geschichten wie Der Herr der Ringe ist das gut sichtbar: Frodo lebt in der Sicherheit des Auenlands, wird herausgerufen, zögert, überschreitet eine Schwelle, besteht Prüfungen – und kehrt verändert zurück. Es geht dabei nicht nur um äussere Abenteuer, sondern um innere Wandlung: darum, Angst zu durchschreiten, Verantwortung zu übernehmen und am Ende zu erkennen, dass man nicht mehr derselbe Mensch ist wie zu Beginn.
Vom Mythos zu meiner Arbeit
Genau diese Bewegungen interessieren mich in meiner Arbeit im Consulting, Coaching und Mentaltraining. Heldengeschichten motivieren uns, die eigene Komfortzone zu verlassen und zu prüfen, wo wir selbst einem Ruf ausweichen oder ihm folgen. Sie machen sichtbar, dass Entwicklung möglich ist – nicht, weil das Leben einfach wäre, sondern weil wir lernen können, mit unseren inneren und äusseren „Drachen“ anders umzugehen.
Der „Ruf“ in der Heldenreise
In der klassischen Heldenreise ist das der Moment des „Rufs“: Etwas ruft uns aus dem Vertrauten heraus, ohne dass klar ist, wohin die Reise führt. Viele Menschen erleben diesen Ruf nicht als lautes Ereignis, sondern als diffuse Unruhe, als Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit. Genau an diesen Schwellen werden innere Bilder, Überzeugungen und Routinen sichtbar – und manchmal auch brüchig.
Alltagsheld:innen in meiner erzählten Welt
In der Geschichte, die ich als Autor erzähle – mit Victor, Alex, Alena und anderen Alltagsheld:innen – zeige ich diese Bewegungen im Kleinen: im beruflichen Alltag, in Teams, in persönlichen Umbrüchen. Es sind keine märchenhaften Superhelden, sondern Menschen wie du und ich, die inmitten ihres normalen Lebens an Schwellen stehen, Entscheidungen treffen und an ihnen wachsen.
Darin gibt es zwei Figuren, die genau an so einer Schwelle stehen: Alex und Alena. Noch ahnen sie nicht, was auf sie zukommt – aber die ersten Zeichen sind da. Wenn du erleben möchtest, wie sich ein solcher Moment „von innen“ anfühlen kann, lies hier weiter.
